Alauni - Lebendige Geschichte

Franziska

Franziska beim Kammweben
Franziska beim Kammweben
Vor etwas mehr als zwei Jahren hat es mich aus dem Thüringer Wald hier in die Berge verschlagen. Und da ich mich schon mein ganzes Leben für die Kelten und ihre Kultur interessiere, verging natürlich nicht viel Zeit, bis ich das Keltendorf am Dürrnberg für mich entdeckte. Von da an war ich in „meinem Dorf“ ein oft gesehener Gast. Denn schon damals fühlte ich mich dort auf unerklärliche Weise geborgen, wie zu Hause. Und so kam es auch, dass ich im Mai letzten Jahres zufälligerweise zum Beltane-Fest vor Ort war. Als ich meine jetzigen Freunde der Alauni dort wirken sah, hingebungsvoll und begeistert, dem Schneesturm trotzend, war mir sofort klar, das ich da auch mitmischen wollte. Und nach einem kurzen Gespräch mit der Fürstin war ich herzlich aufgenommen. Von da an war ich dabei, mit Haut und Haaren und ganzem Herzen. Mittlerweile ist mir klar, dass ich durch die Alauni etwas gefunden habe, von dem mir nie bewusst war, dass ich es überhaupt suchte. Und ich bin fest davon überzeugt, das Belenus seine Hände im Spiel hatte. Er hat mich an Beltane, dem keltischen Frühjahrsfest, bei dem auch ein Neubeginn gefeiert wird, zu den Alauni geführt, und dadurch gleich seinem Namen mein Leben erhellt.
Wie bereits erwähnt, habe ich schon mein ganzes Leben ein großes Interesse an den Kelten und allem was dazu gehört. Ihrer Kultur, Geschichte und Lebensweise, ihrer Sprache und Mythologie. Ganz besonders hat es mir dabei die keltische Kunst angetan, mit der ich mich auch in meiner Freizeit viel beschäftige. Diese künstlerische Ader lebe ich natürlich auch in unserem Stamm bei jeder sich bietenden Gelegenheit aus. Ich male keltische Symbole auf jeden der meinen Weg kreuzt und nicht schnell genug flüchten kann.
Ich verfüge auch über ausgeprägte kriegerische Züge, die ich nur zu gerne beim Schwertkampf und Bogenschießen auslebe.
Ansonsten bin ich eher für gröbere Arbeiten zu begeistern. So habe ich es mir zum Beispiel in den Kopf gesetzt, bei der kommenden Dorfbewohnung einige Renovierungsarbeiten an den Häusern vorzunehmen. Denn unser Dorf ist zwar museumstechnisch schön anzusehen, für eine Bewohnung, vor allem bei den am Dürrnberg vorherrschenden Wetterbedingungen, jedoch völlig ungeeignet. Und das muss natürlich so schnell wie möglich geändert werden. Schon bei der letzten Dorfbewohnung habe ich begonnen, das Gröbste auszubessern. Doch das war noch lange nicht genug. Wir haben in dieser Hinsicht noch viel Arbeit vor uns. Und ich kann kaum erwarten, dass es losgeht.